Globale Themen

Gesenkte US-Wachstumsprognosen

USD

EUR USD (1,2380)

Peu à peu werden mancherorts die Wachstumsprognosen für die USA zurückgenommen. So zeigt etwa das viel beachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, seit gestern an, dass das Wachstum real und annualisiert im ersten Quartal 2018 nur noch um 1,9 Prozent steigen wird. Noch zu Anfang dieses Monats hatte dieses zugegebenermaßen volatile Modell ein Bruttoinlandsprodukt von 3,5 Prozent vorhergesagt, und der höchste Punkt aller Prognosen betrug im Januar mehr als 5 Prozent. Dabei waren die gestern publizierten ökonomischen Daten in den USA gar nicht so fürchterlich schlecht gewesen. Die Produzentenpreisindices fielen über den Daumen aus wie erwartet. Und wenn es einen Missklang gegeben haben sollte, so ist er auf die enttäuschenden Einzelhandelsumsätze zurückzuführen, die nun zum dritten Mal hintereinander mit einem Minus versehen waren. Auch wenn eine solche Miniserie zuletzt vor etwa sechs Jahren zu vermelden war, sind die einzelnen Rückgänge nicht besonders stark – die Januar-Zahl wurde sogar etwas zum Positiven revidiert. Und wie reagierte der Euro? Der gab in der Folge sogar etwas nach.
Dass der Euro gestern nicht so richtig performen wollte, mag vielleicht auch an den Reden gelegen haben, die Mario Draghi und der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank an selber Stelle gehalten hatten. Tatsächlich hatten weder der EZB-Präsident noch Peter Praet irgendwelche bedeutenden Neuigkeiten in ihren Reden mitzuteilen. Man warte auf weitere Hinweise, dass sich die Inflation in der Eurozone in die richtige Richtung bewege, klang genauso taubenhaft wie die Zusage, dass geldpolitische Anpassungen berechenbar und maßvoll bleiben würden. Auch wenn manche Marktteilnehmer dies anders sehen mögen: Die EZB wird sich sowohl hinsichtlich des Endes der Anleihekäufe als auch der ersten Zinserhöhung (Praet bestätigte, die Leitzinsen würden auch nach dem Ende der Anleihekäufe noch eine ganze Weile auf dem heutigen Niveau bleiben) nicht beeilen.
Beeilt hat sich unterdessen US-Präsident Donald Trump, der sich bereits gestern anscheinend für Larry Kudlow (wir berichteten darüber) als Nachfolger des unlängst geschassten ökonomischen Chefberaters Gary Cohn entschieden hat. Offenbar sieht Trump kein Problem darin, mit Kudlow einen Befürworter des freien Marktes einzustellen, und scheint sich über die auf ihn zukommenden Diskussionen sogar zu freuen. Unterdessen könnte der Euro tatsächlich seine letzte größere Hürde vor der Obergrenze unserer Konsolidierungszone (1,2155-1,2555/65) bei 1,2445/50 in Angriff nehmen.

USD

USD CHF (0,9445)

Die Inflationserwartungen für den US-Dollar dürften sich auch gestern mit Veröffentlichung der Produzentenpreisindizes in der Kernrate nicht verändert haben. Tatsächlich hat der Greenback aber etwas leiden müssen und befindet sich gegenüber dem Franken quasi im Niemandsland. Denn bereits ein Unterschreiten von 0,9395 würde die Erholungsphase des Dollar beenden und unterhalb von 0,9320 sogar zu einer deutlichen Wiederaufnahme des Abwärtstrends führen. Andererseits wäre bereits mit Überwinden von 0,9500 das frühere Erholungs-Momentum zurückgewonnen, verbunden mit einem möglichen Test von 0,9620.

GBP

EUR GBP (0,8855)

Dass Großbritannien 23 russische Diplomaten ausweisen würde, war bei gleichzeitig fehlenden ökonomischen Daten wohl die wichtigste Meldung des Tages. Am Ende war es der Euro, der zum Ende des Handelstages wieder leicht unter Druck geriet. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung in ihrer früheren Konsolidierungszone, innerhalb derer das Nachfrageniveau bei 0,8810 eine entscheidende Rolle spielt. Sollte dieses unterlaufen werden, wäre die derzeitige Stabilität des Euro nämlich dahin. Allerdings macht dieser derzeit weder Anstalten, dieses Niveau zu testen, noch einen deutlichen Aufwärtsimpuls auszulösen.

EUR

EUR GBP (0,8855)

Dass Großbritannien 23 russische Diplomaten ausweisen würde, war bei gleichzeitig fehlenden ökonomischen Daten wohl die wichtigste Meldung des Tages. Am Ende war es der Euro, der zum Ende des Handelstages wieder leicht unter Druck geriet. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung in ihrer früheren Konsolidierungszone, innerhalb derer das Nachfrageniveau bei 0,8810 eine entscheidende Rolle spielt. Sollte dieses unterlaufen werden, wäre die derzeitige Stabilität des Euro nämlich dahin. Allerdings macht dieser derzeit weder Anstalten, dieses Niveau zu testen, noch einen deutlichen Aufwärtsimpuls auszulösen.

PLN

EUR PLN (4,1990)

Förmlich die Zähne ausgebissen hat sich der Euro an der wichtigen Hürde von 4,2150, die auch gestern nicht genommen werden konnte. Obgleich oberhalb davon Kursgewinne bis 4,2460 winken, scheint die Kraft für einen neuerlichen Anlauf zu schwinden. Dieser ist zwar immer noch möglich, wobei entscheidend ist, ob die 4,1870er Marke gehalten werden kann.

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